Das relationale Datenmodell organisiert Informationen in Gestalt von einer oder mehreren Tabellen. Die Bezeichnung rührt daher, dass Tabellen in der Fachsprache auch als „Relationen“ bezeichnet werden. Die Zeilen einer Tabelle werden auch „Datensatz“ oder „Tupel“ genannt, anstatt von Spalten spricht man auch von „Feldern“, „Attributen“ oder „Eigenschaften“. Eine Tabelle kann, zumindest theoretisch, eine unbegrenzte Anzahl von Zeilen und Spalten besitzen. Eine bestehende Tabelle kann jederzeit sowohl um neue Zeilen wie auch um neue Spalten erweitert werden. Eine Sammlung mehrerer Tabellen kann als Datenbank bezeichnet werden. Für die Verwaltung einer solchen Tabellensammlung/Datenbank werden sog. Datenbankmanagementsysteme (DBMS) wie z.B. MySQL oder PostgreSQL eingesetzt. Die Administration der Daten sowie deren Analyse erfolgt mittels einer spezifischen formalen Sprache, der sog. Structured Query Language (SQL), die speziell für den Einsatz über Daten im relationalen Format entwickelt wurde und unter anderem in einer von der ISO standardisierten Version vorliegt (Wikipedia).
Für die Abbildung von Informationen im relationalen Datenmodell existieren eigene Regeln, die de facto eine Wissenschaft für sich darstellen (z.B. die sog. Normalisierung). Gleichzeitig ist die konkrete Wahl der Modellierung anwendungsabhängig und die Einhaltung bestehender Modellierungsregeln in manchen Fällen aus der Perspektive der Nutzbarkeit und Performanz eher hinderlich. In der Praxis stellt jede Datenmodellierung einen Kompromiss zwischen den Vorgaben des theoretischen Regelwerks, technischen Erfordernissen und Nutzerfreundlichkeit dar. Darüber hinaus kann ein einmal gewähltes Datenmodell jederzeit geändert und an veränderte Erfordernisse angepasst werden.