Im Rahmen der für VerbaAlpina zentralen Typisierungsarbeit spielen Referenzwörterbücher eine wichtige Rolle. Alle aus den Quellen gewonnenen Daten, sowohl Einzelbelege als auch phonetische und morpho-lexikalische Typen, werden auf einen lexikographischen Referenzrahmen bezogen, um eine bessere Vergleichbarkeit des Materials zu gewährleisten. Die Typisierungsarbeit erfolgt durch die Mitarbeiter von VerbaAlpina und basiert auf deren sprachwissenschaftlicher Expertise. Sie bewegt sich somit im Bereich der Interpretationsebene und erhebt keinen Anspruch auf unbestreitbare Gültigkeit. Konkret werden die den Quellen entnommenen Daten mit den Lemmata der im Folgenden gelisteten Referenzwörterbücher verbunden. Innerhalb einer Sprachfamilie werden zu typisierende Sprachdaten jeweils mit passenden Lemmata der sprachraumspezifischen Referenzlexika verbunden. In umgekehrter Perspektive ist es somit möglich, ausgehend von den Lemmata der Referenzwörterbücher, sämtliche zugeordneten VerbaAlpina-Daten aufzufinden. Insofern stellt VerbaAlpina eine organische Erweiterung der verwendeten Referenzwörterbücher dar, die von Seiten der Referenzwörterbücher, die online verfügbar sind, ohne größere Probleme durch Verlinkung technisch realisierbar ist.
Sofern im Einzelfall keines der definierten Referenzwörterbücher ein passendes Lemma aufweist, legt VerbaAlpina in orthographischer Schreibweise einen morpho-lexikalischen Typ fest, der fortan Referenzstatus besitzt und auf den alle weiteren Sprachdaten dieser morpho-lexikalischen Kategorie bezogen werden. Durch diese Eigenreferenzierung erhält auch VerbaAlpina selbst den Status eines Referenzwörterbuchs.
Da es sich bei der beschriebenen Zuweisung auf die Referenzwörterbücher um eine interpretationsabhängige Arbeit handelt, ermöglicht VerbaAlpina durchaus auch eine kontroverse Kommentierung einzelner Lemmazuweisungen durch Wissenschaftler und Laien, die es Externen erlaubt, alternative Typisierungen vorzunehmen, die ihrerseits wieder kommentiert und diskutiert werden können.
Wörter aus dem germanischen Sprachraum werden, sofern möglich, verknüpft mit den Lemmata von:
- Schweizerisches Idiotikon. Schweizerdeutsches Wörterbuch
- Grimm, Jacob und Wilhelm (1854-1961): Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, 16 Bde. in 32 Teilbänden, Leipzig (Quellenverzeichnis Leipzig 1971) (DWB)
- Duden (Berücksichtigung aufgrund seiner faktischen Bedeutung und der großen Materialfülle – trotz der Dürftigkeit hinsichtlich der von ihm präsentierten lexikographischen Informationen)
Wörter aus dem romanischen Sprachraum werden, sofern möglich, verknüpft mit den Lemmata von:
Wörter aus dem slavischen Sprachraum werden, sofern möglich, verknüpft mit den Lemmata von:
- Slovar slovenskega knjižnega jezika, (SSKJ)
Sofern erforderlich (speziell im Hinblick auf Etyma), dient als Referenzwörterbuch für die lateinische Sprache:
- Georges, Karl Ernst (1913-1916, Reprint 1998): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet, 2 Bände, Darmstadt.
Für die Bestimmung der Etymologie speziell von Basistypen dienen als Referenz:
- Wartburg, Walther von (1922-1967): Französisches Etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes, 25 Bände, Basel (FEW), mit seinen artikelschließenden Kommentaren, die oft auch über das Französische und sogar das Romanische hinaus grundlegend sind.
- Kluge
- DELI
- Bezlaj und auch die neuste Ausgabe Snoj. Allgemein für slawische Etymologien s. Berneker
- Als Referenzform für germanische Basistypen dienen wenn möglich die Lemmata des AWB, denn sie repräsentieren die ältesten belegten Formen.
(2004): Trésor de la langue française informatisé, Paris, CNRS Éditions
LinkIstitut Cultural Ladin: Banca lessicala ladina, Vigo di Fassa
LinkDe Planta, Robert/ Melcher, Florian/ Pult, Chasper/ Giger, Felix (1938
ff.): Dicziunari Rumantsch grischun, Chur, Inst. dal Dicziunari Rumantsch Grischun
LinkGauchat, Louis (Hrsg.) (1924ff.): Glossaire des patois de la Suisse romande, Genève [u.a.], Droz [u.a.]
Cescje Adrian/Carrozzo Alessandro/Peresson Luca (2000): Grant Dizionari Bilengâl Talian-Furlan, Udine, ARLEF
Beltrami, Pietro G.: Tesoro della lingua italiana delle origini
LinkLurà, Franco (Hrsg.) (2004): Lessico dialettale della Svizzera italana, Bellinzona, Centro di dialettologia e di etnografia
Lurà, Franco/ Galfetti, Johannes (2013): Repertorio italiano – dialetti, Bellinzona, Centro di dialettologia e di etnografia, CDE
Seebold, Elmar (2012): Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin, DeGruyter
Cortelazzo, Manlio/ Zolli, Paolo (1979): Dizionario etimologico della lingua italiana, Bologna, Zanichelli
Bezlaj, France / Snoj, Marko / Furlan, Metka (1976-2005): Etimološki slovar slovenskega jezika, Ljubljana
Karg-Gasterstädt, Elisabeth / Frings, Theodor (1952-): Althochdeutsches Wörterbuch. Auf Grund der von Elias v. Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Lepzig
LinkBände
Trésor linguistique de la langue française informatisé
Banca lessicala Ladina
Ladinisch (ISO 639-3)
Bündnerromanisch (ISO 639-3)
Glossaire des patois de la Suisse romande
Friaulisch (ISO 639-3)
Lessico dialettale della Svizzera italiana
Repertorio italiano-dialetti
Slovar slovenskega knjižnega jezika
siehe
folgende