Dieses Portal informiert in drei unterschiedlichen Dimensionen:
(1) über außersprachliche Realität (‘Sachen’),
(2) über Konzepte, oder: inhaltliche, bzw. onomasiologische Kategorien, die nicht an einzelne Sprachen oder Dialekte gebunden sind,
(3) über sprachliche Ausdrücke der untersuchten Sprachen und Dialekte.
Die getrennte Behandlung von (2) und (3) ist grundlegend, da ja die relevanten Konzepte durchaus nicht immer im gesamten Untersuchungsgebiet mit spezifischen Bezeichnungen belegt (‘lexikalisiert’) sind; so gibt es z. B. in weiten Teilen des bairischen Gebiets kein Wort für den aus Molke hergestellten so genannten Käse (vgl. dafür gsw. (alemannisch) Ziger, ita. ricotta, fra. sérac), während es z.B. für die frische, noch ungeformte Käsemasse (bar. Topfen, deu. Quark) in den romanischen Dialekten oft, so wie auch im Standarditalienischen, keine Bezeichnung gibt. Das Verhältnis von (1) auf der einen Seite und (2) und (3) auf der anderen ist gelegentlich auch problematischer als es auf den ersten Blick erscheint; so finden sich manchmal sprachliche Ausdrücke mit unklarem semiotischen Status, weil aus den Belegen nicht hervorgeht, ob es sich um Bezeichnungen von Konzepten oder aber womöglich um Namen für Dinge handelt; das ist z. B. der Fall, wenn ein Sprecher eine ganz bestimmte Alm, etwa diejenige, die er selbst nutzt, mit einem generischen Wort als munt wörtlich ‘Berg‘ oder als pastüra ‘Weide‘ tituliert.