Soziale Medien stellen derzeit ein sehr mächtiges Kommunikationsmittel dar. Dadurch können selbst Aktivitäten, die in der Öffentlichkeit oft als "Nische" gelten (wie z.B. die wissenschaftliche Forschung im dialektologisch-sprachlichen Bereich), leichter und unmittelbarer an ein breites Publikum herangeführt werden.
In diesem Sinne wird VerbaAlpina im Internet nicht nur durch die offizielle Plattform des Projekts vertreten, sondern auch durch den Auftritt in verschiedenen sozialen Netzwerken. VerbaAlpina besitzt Profile auf Facebook (https://www.facebook.com/verbaalpina), Instagram (https://www.instagram.com/verba.alpina/), Twitter (https://twitter.com/verbaalpina) und auf YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCOP2qW53_M42fk5PRq3WUAA/featured).
Die Ziele, die VerbaAlpina durch die Aktivierung und Betreuung der o.g. Profile verfolgt, lassen sich in dem Wunsch zusammenfassen, die Existenz des Projekts nach außen hin zu kommunizieren, aber auch in der Notwendigkeit, immer mehr Sprecher der Alpendialekte aufzurufen, bei der großen Online-Befragung mittels Crowdsourcing mitzumachen. Während das Crowdsourcing in der ersten und zweiten Phase des Projekts eine ergänzende Datenquelle zu den bestehenden Sprachatlanten und Wörterbüchern im Alpenraum darstellte, fungiert es in der dritten Phase als primäre Quelle für die Datenakquirierung. Es liegt daher auf der Hand, dass eine intensive und konstante Bewerbung dieses Tools über die sozialen Medien unumgänglich ist. Das Ziel der von VerbaAlpina auf den verschiedenen Profilen veröffentlichten Beiträge besteht also darin, eine wachsende Zahl von Nutzern zu erreichen, die im Idealfall nicht nur ein "Gefällt mir" oder einen Kommentar hinterlassen, sondern die offizielle Plattform des Projekts besuchen und sich am Crowdsourcing beteiligen, indem sie Wörter ihres eigenen Dialekts (oder anderer ihnen bekannter Dialekte) senden. Im Allgemeinen ist es häufig nicht möglich, auf allen vier Profilen den gleichen Inhalt zu veröffentlichen, da Facebook, Instagram, Twitter und YouTube in ihrer Konzeption unterschiedlich ausgerichtet sind. Die Art der Inhalte unterscheidet sich daher (leicht) je nach Art der Plattform.

Die Gewinnung von Crowdsourcing-Teilnehmern erfolgte zunächst (ab 2016) hauptsächlich über Facebook. Hier wurden und werden Inhalte zu einigen Ergebnissen des Projekts veröffentlicht. Die Beiträge werden von einem Aufruf zur Teilnahme und einem Link zur Crowdsourcing-Plattform begleitet. Darüber hinaus wird Facebook genutzt, um Posts von anderen Seiten zu teilen und um die Follower über projektspezifische Neuigkeiten zu informieren (Teilnahme an Konferenzen, Fortschritte, Auftritte in den Medien, Hinweise auf wichtige Tage, Oster- und Weihnachtswünsche usw.). Facebook bietet auch die Möglichkeit, Beiträge in verschiedene Sprachen zu übersetzen, so dass jeder Nutzer die Inhalte in der Sprache lesen kann, die er für sein Profil eingestellt hat. Ursprünglich wurden die Beiträge aus dem Deutschen ins Italienische, Französische und Slowenische übersetzt, mittlerweile erfolgt die Kommunikation hauptsächlich auf Englisch. Facebook ist für VerbaAlpina insofern wichtig, als dadurch mehr Altersgruppen als über die anderen Kanäle erreicht werden können.

Post von VerbaAlpina auf Facebook zum internationalen Tag der Muttersprache 2021

Im April 2020 wurde ein Instagram-Profil eröffnet. Hier wurden zunächst dieselben Inhalte wie auf Facebook angeboten, aber das Profil wurde um die sog. "Stories" (Inhalte, die nach 24 Stunden verschwinden) erweitert. Da es auf Instagram bis ca. Ende 2021 nicht möglich war, direkte Links in Posts oder Stories einzufügen, wurde der Link zur Crowdsourcing-Plattform nur in der sogenannten "Bio" im oberen Bereich des Profils aufgenommen (Bio ist die Abkürzung für Biography, d.h. der obere Bereich jedes Instagram-Profils, wo die wichtigsten Informationen dazu zusammengefasst werden). Viele Stories zielten daher darauf ab, die Follower über das Vorhandensein des Links durch die Verwendung des Hashtags #linkinbio in Kenntnis zu setzen. Die Werbungsaktion für die Crowdsourcing-Plattform erfolgte deshalb zunächst leichter und besser auf Facebook.

VerbaAlpina auf Instagram

Da Instagram im Gegensatz zu Facebook keine Übersetzungsmöglichkeiten bietet, wurde die Kommunikation zunächst in drei Alpensprachen (Französisch, Italienisch, Deutsch) und mittlerweile aber hauptsächlich auf Englisch geführt. Seit Beginn der dritten Phase, nutzt VerbaAlpina regelmäßig den Fragen-Sticker der Instagram-Stories, um die Frage "Wie sagt man für KONZEPT in deinem Dialekt?" zu stellen. VerbaAlpina möchte dadurch die Follower dazu ermuntern, Bezeichnungen unterschiedlicher Konzepte aus dem Bereich ALMWIRTSCHAFT, NATUR, ÖKOLOGIE und TOURISMUS zu senden. Nutzer, die mit einem Dialektwort auf die Frage antworten, werden eingeladen, ihre Teilnahme über die offizielle Plattform fortzusetzen. Die auf Instagram gesammelten Antworten werden vom Social-Media-Manager von VerbaAlpina innerhalb der Crowdsourcing-Plattform erfasst, nachdem er die erforderlichen Informationen (Gemeinde und Dialekt) bei den jeweiligen Informanten gesammelt hat. Die Einführung der Möglichkeit, Links zu Stories auf Instagram hinzuzufügen, war für VerbaAlpina sehr nützlich. Auf diese Weise werden jetzt die Nutzer, die sich die Stories ansehen, ermuntert, auf den Link zu klicken und die Crowdsourcing-Plattform (auch) von ihrem Handy aus aufzurufen. Seitdem es die Möglichkeit gibt, Instagram- und Facebook-Profile zu verbinden, werden auf Instagram und Facebook die gleichen Inhalte (Posts und Stories) veröffentlicht. Auf diese Weise ist ein breiteres Publikum gesichert. Regelmäßig werden die Follower auch über die Entwicklungen der Crowdsourcing-Aktivität informiert, z.B. indem Graphiken zur Anzahl der registrierten Crowd-Belege oder Karten zu den gelieferten Wörtern gepostet werden.

Post auf Instagram zu den Bezeichnungen des Konzepts WÄRME

Im Laufe der Zeit hat sich ein Netzwerk von Profilen entwickelt, die sich mit Themen rund um die Alpen beschäftigen (Sensibilisierung für sprachliches und kulturelles Erbe, Dokumentation u. Ä.). Zusammen mit diesen Profilen bot VerbaAlpina auf Facebook auch zwei live übertragene Round-Table-Gespräche zu dialektologisch- und alpenrelevanten Themen an (zum ersten Round-Table-Gespräch, zum zweiten Round-Table-Gespräch). Über Instagram erreicht VerbaAlpina vor allem junges Publikum.

Das Twitter-Profil von VerbaAlpina eignet sich für kurze Mitteilungen und ähnelt in gewisser Weise stärker dem Facebook-Profil als dem Instagram-Profil. Die sogenannten "Tweets" sind hier prägnanter. Twitter bietet auch die Möglichkeit, Links hinzuzufügen und ermöglicht somit eine direkte Verbindung zur offiziellen VerbaAlpina-Plattform. Da die Anzahl der Follower auf Facebook und Instagram viel schneller gewachsen ist als bei Twitter, wird dieses Profil nur unregelmäßig aktualisiert.

Auf YouTube, bietet VerbaAlpina ein Video an, das als Tutorial für die Bedienung des Crowdsourcing dient.

Speziell seit Beginn der dritten Phase werden die Facebook- und Instagram-Profile von VerbaAlpina auch dazu genutzt, andere Profile zu kontaktieren, die einen Bezug zu den Alpen bzw. zu den Konzeptdomänen von VerbaAlpina (Almwirtschaft, Natur, Ökologie und Tourismus) haben, mit der Bitte, VerbaAlpina unter ihren Abonnenten bekannt zu machen. Darüber hinaus lädt VerbaAlpina SprecherInnen der Alpendialekte durch kurze Texte in Facebook-Gruppen von Alpenorten ein, sich am Crowdsourcing zu beteiligen.

Selbstverständlich ist die Vitalität der sozialen Profile von VerbaAlpina eng mit der Vitalität des Crowdsourcing verbunden: Je aktiver die sozialen Kanäle, desto intensiver ist auch die Aktivität im Crowdsourcing. Die Trends kann man über die Live Statistik der Crowdsourcing-Aktivität täglich beobachten.
Die Facebook-, Instagram-, Twitter- und YouTube-Profile von VerbaAlpina werden von Christina Mutter, Beatrice Colcuc und den Hilfskräften des Projekts betreut.