Beim Umgang mit Daten wird gerne zwischen Primärdaten und Metadaten unterschieden. Als Metadaten gelten alle Daten, die die Primärdaten beschreiben. Anstelle von "Metadaten" können auch die bedeutungsidentischen Bezeichnungen "Attribute" oder "Merkmale" verwendet werden. Im Zuge der Datenmodellierung wird festgelegt, welche Primärdaten durch welche Metadaten beschrieben werden müssen oder können. Die Kategorie "Metadatum" zerfällt wiederum in einzelne Metadatenkategorien. Für jede Metadatenkategorie werden außerdem die jeweils zulässigen Werte definiert.
Am besten ist dieses System an einem Beispiel zu demonstrieren. Die gegebenen Primärdaten seien Personen. Jede Person sei durch ihren Namen, Vornamen, Geburtsort, Geburtsdatum sowie ihre Augenfarbe beschrieben. Die zulässigen Werte könnten wie folgt beschrieben werden:
Name: Zeichenkette, bestehend aus Buchstaben
Vorname: Zeichenkette, bestehend aus Buchstaben
Geburtsort: Zeichenkette, bestehend aus Buchstaben
Geburtsdatum: Datum in der Form JJJJ-MM-TT
Augenfarbe: Ein Wert aus der Liste "braun, grün, blau"
Jedes Individuum sollte durch die Summe aller Werte in den verschiedenen Metadatenkategorien eindeutig beschrieben werden. Sobald der Fall auftritt, dass eine Duplizität im Datenbestand auftritt, also zwei Individuen mit vollkommen identischen Werten in allen Metadatenkategorien auftreten, muss das Metadatenschema als unzulänglich betrachtet und modifiziert werden.