Neben dem Worttyp
Beil (gem.) im Westen bilden im Osten des deutschsprachigen Untersuchungsgebietes Crowd-Belege zum Typ
Hacke die Mehrheit bei der Bezeichnung des Konzepts
AXT. Interessant dabei ist, dass diese sich wohl dialektspezifisch verteilen. Die AXT wird im alemannischen Teil durch Belege zum lexikalischen Typ
Beil repräsentiert, während der Typ
Hacke (gem.) im bairischen Teil des Erhebungsgebietes zu finden ist. Im tirolischen Galtür, einem Ort an der Grenze vom deutschsprachigen hin zum romanischen und als Übergangsort zwischen bairischem und alemannischem Untersuchungsgebiet finden sich sogar beide Bezeichnungen.
Laut Kluge ist
Hacke eine Instrumentalbildung zum Verb
hacken (
vgl. Kluge s.v. Hacke). Der Typ beschränkt sich auf die westgermanischen Sprachen (
ahd. hackōn, mnd. hakken, mhd./mnl. hacken, nl. hakken, aengl. -haccian,
eng. to hack) (
vgl. DWDS s.v. hacken).
Hacke als Bezeichnung des Konzepts HINTERER TEIL DES FUSSES fehlt im Oberdeutschen sowie im Mittelhochdeutschen, ggf. aus dem Grund, dass dort die Bezeichnung
Ferse verwendet wird.
Seebold, Elmar (2012): Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin, DeGruyter