Mit diesem morpho-lexikalischen Typ wird im Frankoprovenzalischen und Okzitanischen der
ZIGER bezeichnet; der Typ kann auf
*sēracea, also auf die
fem. Form einer Adjektivableitung von
lat. sĕrum ‘Molke’ zurückgeführt werden (
vgl. Georges s.v. serum). Das
FEW belegt
s.v. *sēraceum auch eine maskuline Variante (
frp. seraz), die in Gestalt von
sérac (mit rein graphischem Auslaut -
c) in die
fra. Standardsprache eingegangen ist. Eine davon abgeleitete Form wurde in der Westschweiz wiederum ins
gsw. (alemannisch) entlehnt (
vgl. Idiotikon s.v. Rescherack ‘gesalzener Ziger’).
Georges, Heinrich (1913-1918): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet, Hannover, Hahnsche Buchhandlung
LinkWartburg, Walter (1922-1967): Französisches etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes , Basel, vol. 20, Zbinden
Link (1881
ff.): Schweizerisches Idiotikon. Schweizerdeutsches Wörterbuch, Basel
LinkFemininum
Latein (ISO 639-3)
vergleiche
lat. sub voce (
deu. unter dem Stichwort)
Latein (ISO 639-3)
Substantiv
Deutsch (ISO 639-3)
Frankoprovenzalisch (ISO 639-3)
Französisch (ISO 639-3)
Alemannisch/Schweizerdeutsch (ISO 639-3)
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