Im Alpenraum erstrecken sich die Varianten des morpho-lexikalischen Typs
lacciata (in der Bedeutung
SÜSSMOLKE) vom Ostpiemontesischen bis zum Ligurischen (
vgl. AIS-Karte 1218). Im übrigen Italien tauchen in den sizilianischen, kalabresischen und lukanischen Dialekten ähnliche Formen auf. Etymologisch sind alle auf
lat. *
lactata(m) zurückzuführen, wobei der Konsonantennexus -ct- im Oberitalien zunächst zu -it wird und erst später, durch Palatalisierung von -t, sich zur palatalen Affrikate entwickelt hat (
vgl. Rohlfs 1966, 366). Die Varianten in Sizilien, Kalabrien und der Basilikata sind als galloromanische Überreste der galloitalischen Kolonien anzusehen.
Rohlfs, Gerhard (1966): Grammatica storica della lingua italiana e dei suoi dialetti, vol. I, Fonetica, Torino, vol. I, Einaudi