Der lexikalische Typ Topfen ist in Bayern und Österreich vertreten. Das etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache stellt den Topf in Zusammenhang mit der Benennung und verweist z.B. auf Topfkäse im Fränkischen. Auf welche der beiden Bedeutungen von Topf – 'Gefäß' oder 'Kreisel' – sich der Name bezieht, bleibt unklar (vgl. Kluge s.v. Topfen). Die andere Herleitung bezieht sich auf nhd. Tupf(en) 'Fleck, Punkt'. Diese Etymologie scheint treffender, da in schwäbischen oder schweizer Dialekten Toppen bzw. Doppel belegt ist (vgl. DWDS s.v. Topfen).

Interessant ist die Verbreitung von Topfen aus varietätenlinguistischer Sicht. Als dialektale Form ist sie in Bayern noch bekannt bzw. in Gebrauch, daneben steht aber auch schon die bundesdeutsche Standardvariante Quark, die ebenso als Variante innerhalb des Dialekts genannt wird. Vermutlich ist aus der Präsenz der Variante Quark zu schließen, dass Topfen als basisdialektale Form verdrängt wird. Im Gegensatz zum bundesdeutschen Standard stellt Topfen in Österreich auch die gebräuchliche Standardvariante dar. Dies zeigt sich daran, dass dort Quark faktisch als dialektale Variante nicht existiert, zugleich aber das alemannische Vorarlberg Topfen als quasi bairisches Lehnwort in den Dialekt aufnimmt.