Die Etymologie ist unklar; es werden Herleitungen aus der isolierten Sicht einzelner Sprachfamilien vorgeschlagen, die dem großen Verbreitungsgebiet im Deutschen, im Romanischen und im Slowenischen nicht gerecht werden.
Aus italianistischer Sicht schlägt DELI roa. baita, bait < althochdeutsch wahta vor – ohne jedoch auf das slv. bajta 'schlechtes Haus' einzugehen oder das gsw. (alemannisch) Beiz, bar. Boazn, Beisl 'Kneipe' zu berücksichtigen (der weit verbreitete Typ fehlt leider im SDS, im Idiotikon und im BSA); die genannten germanischen Formen mit ts, s können so nicht erklärt werden.
Aus germanistischer Sicht leitet Kluge (2011, 106 s.v. Beiz(e); und Beisel) die gsw. (alemannisch) und bar. Formen aus jiddisch bajis 'Haus' < hbo. bajit 'Haus' ab, was nicht zum roa. t passt (vgl. EWD I, 203). Direkte Vermittlung aus dem Hebräischen (ohne jiddische Vermittlung also) ist angesichts des großen Areals und des Bezugs zum bergbäuerlichen Alltag historisch wenig plausibel. Die Semantik der romanischen Formen ('Hütte, Almhütte, Stall' u. Ä.) sowie die slowenischen Belege ('schlechtes Haus') liefern keine Motivationen für die Annahme einer großräumigen Verbreitung einer ursprünglich adstratalen Entlehnung aus dem friaulisch-slowenischen Kontaktgebiet; viel plausibler erscheint die substratale Entlehnung aus dem vorslawischen und vorgermanischen Altromanischen der Ostalpen. Letztlich scheint es sich um ein vorrömisches Alpenwort zu handeln.