Die lateinische Basis
unguere mit dem Velar ist zwar im unmittelbar angrenzenden romanischen Kontaktgebiet durch die Variante
*ŭngĕre (
REW 9069,
s.v. ŭngĕre) verdrängt worden, wie an der Palatalisierung des
g in
roh. (surselvisch)
unscher,
roh. (engadinisch)
uondscher,
ita. ungere u.a. (
vgl. HWdR, 971) zu erkennen ist. Aus dem Partizip
unctum ist die im romanischsprachigen Teil des
VA-Gebietes gut belegte
fur. Bezeichnung der
BUTTER ont,
lld. onto, vonto (
vgl. ron. unt) geworden. Gleichzeitig bedeutete es ab dem 2. Jahrhundert auch noch ‘Salbe’, was sich in
ita. unto,
pms. oit ‘Salbe’ erhalten hat (
vgl. FEW 14, 29-30
s.v. unctum;
vgl. REW 9057
s.v. unctum).
Meyer-Lübke, Wilhelm (1935): Romanisches Etymologisches Wörterbuch, 3., vollst. neubearb. Aufl., Heidelberg, Winter
LinkWartburg, Walter (1922-1967): Französisches etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes , Basel, vol. 20, Zbinden
LinkRomanisches Etymologisches Wörterbuch
lat. sub voce (
deu. unter dem Stichwort)
Latein (ISO 639-3)
Substantiv
Deutsch (ISO 639-3)
Bündnerromanisch (ISO 639-3)
Italienisch (ISO 639-3)
vergleiche
Handwörterbuch des Rätoromanischen
VerbaAlpina
Friaulisch (ISO 639-3)
Ladinisch (ISO 639-3)
Rumänisch (ISO 639-3)
Piemontesisch (ISO 639-3)