Dieser Basistyp geht auf eine spätlateinische Ableitung zur Bezeichnung des Zigers von
lat. sěrum ‘Molke’ mit
-aceus zurück, die in Oberitalien, Savoyen und in der Schweiz zu verorten ist. Erhalten ist der Basistyp vor allem im Frankoprovenzalischen und Okzitanischen. Aus
*sēraceum ging
frp. seraz hervor, was als
sérac ins Französische einging. Die französische Schreibweise bewahrt das
-c von
*sēraceum einfach nur aus graphischen Gründen. Vom Französischen der Westschweiz wurde
Rescherack ‘gesalzener Ziger’ ins Schweizerdeutsche entlehnt (vgl. FEW 11, 495 s.v. *serāceum; vgl. Idiotikon 4, 1642 s.v. Rescherack; vgl. TLFi s.v. sérac).Wartburg, Walter (1922-1967): Französisches etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes , Basel, vol. 20, Zbinden
Link (1881
ff.): Schweizerisches Idiotikon. Schweizerdeutsches Wörterbuch, Basel
Link (2004): Trésor de la langue française informatisé, Paris, CNRS Éditions
LinkLatein (ISO 639-3)
Frankoprovenzalisch (ISO 639-3)
vergleiche
lat. sub voce (
deu. unter dem Stichwort)
Latein (ISO 639-3)
Substantiv
Deutsch (ISO 639-3)
Trésor linguistique de la langue française informatisé
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