Das
lat. Etymon dieses Basistyps ist
bruma mit der Ausgangsbedeutung ‘Wintersonnenwende’.
Bruma ist die zusammengezogene Form von
*brevŭma (<
brevissima dies 'kürzester Tag' (
vgl. Treccani:
s.v. bruma). Daneben bezeichnet es im generellen Sinn den ‘Winter’ und im engeren Sinn den ‘Winterfrost’ (
vgl. Georges s.v. bruma). Daraus hat sich in der Westromania die Bedeutung ‘Nebel’ entwickelt, wie in
fra. brume,
spa.,
por. bruma und
cat. broma. Diese Bedeutung hat auch
fur. brume (
vgl. FEW 10, 561-562
s.v. bruma), das überdies metaphorisch zur Bezeichnung von
RAHM wurde. Die sich westlich anschließende ladinische Form
brama hat ihren Tonvokal wohl unter dem Einfluss der synonymen Bezeichnung
crama erhalten.
Georges, Heinrich (1913-1918): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet, Hannover, Hahnsche Buchhandlung
LinkWartburg, Walter (1922-1967): Französisches etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes , Basel, vol. 20, Zbinden
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