Dieses Wort geht auf die
lat. Bezeichnung des
FELLS bzw. der TIERISCHEN HAUT zurück (
vgl. Georges s.v. pĕllis). Im späteren Latein wurde seine Bedeutung dann auch auf die menschliche Haut erweitert, was die romanischen Sprachen fortgesetzt haben, wie etwa
ron. piele,
spa. piel,
ita. pelle,
por. pelle oder
fra. peau. Weiterhin bezeichnet der romanische Typ dünne, flexible Schalen von Obst, Gemüse, Pflanzen etc. (
vgl. FEW 8, 164-172,
s.v. pĕllis). Die metaphorische Übertragung auf die Rahmschicht, die zwar auf der VerbaAlpina-Karte nur ganz sporadisch belegt ist, liegt eigentlich nahe (
vgl. die semantisch ähnlich motivierten Typen
pellīcia,
*nīta und
pannus).
Georges, Heinrich (1913-1918): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet, Hannover, Hahnsche Buchhandlung
LinkWartburg, Walter (1922-1967): Französisches etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes , Basel, vol. 20, Zbinden
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