Aus dem lateinischen Basistyp māceria ('Lehmmauer, Einfriedung eines Gartens oder Weinbergs'; Georges s.v. māceria) haben sich im Untersuchungsgebiet von VerbaAlpina im Wesentlichen zwei morpho-lexikalische Typen entwickelt: Zum einen haben sich ita. maceria (Treccani s.v. macèria) sowie die venetische Regionalvariante Treccani s.v. maṡièra herausgebildet; Zum anderen entwickelte sich durch Suffigierung von -etum der morpho-lexikalische Typ majarei. Beide Typen bezeichnen das Konzept BERGHANG, STEIL, MIT GERÖLL BEDECKT.
Diese beiden morpho-lexikalischen Typen sind überwiegend in den italienischen Ostalpen angesiedelt (s. die Karte zu māceria), wo sich der hier kurz kommentierte Basistyp auch als Anthroponym und als Toponym herauskristallisieren konnte (vgl. Pallabazzer 1972, 71). Einige Beispiele sind auf dieser Karte verortet (die Liste ist nicht vollständig).
Als Familiennamen lebt Masarei (māceria + Suffix -etum) speziell in den Dolomiten weiter, insbesondere in Livinallongo del Col di Lana und in Colle Santa Lucia.