Aus dem lateinischen Basistyp
māceria ('Lehmmauer, Einfriedung eines Gartens oder Weinbergs';
Georges s.v. māceria) haben sich im Untersuchungsgebiet von VerbaAlpina im Wesentlichen zwei morpho-lexikalische Typen entwickelt: Zum einen haben sich
ita. maceria (
Treccani s.v. macèria) sowie die venetische Regionalvariante
Treccani s.v. maṡièra herausgebildet; Zum anderen entwickelte sich durch Suffigierung von
-etum der morpho-lexikalische Typ
majarei. Beide Typen bezeichnen das Konzept BERGHANG, STEIL, MIT GERÖLL BEDECKT.
Diese beiden morpho-lexikalischen Typen sind überwiegend in den italienischen Ostalpen angesiedelt (
s. die Karte zu
māceria), wo sich der hier kurz kommentierte Basistyp auch als Anthroponym und als Toponym herauskristallisieren konnte (
vgl. Pallabazzer 1972, 71). Einige Beispiele sind auf dieser
Karte verortet (die Liste ist nicht vollständig).
Als Familiennamen lebt
Masarei (māceria + Suffix
-etum) speziell in den Dolomiten weiter, insbesondere in Livinallongo del Col di Lana und in Colle Santa Lucia.
Georges, Heinrich (1913-1918): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet, Hannover, Hahnsche Buchhandlung
LinkPallabazzer, Vito (1972): I nomi di luogo dell'Alto Cordevole, Volume III, Parte V, Firenze, Leo Olschki