Dieser Basistyp geht zurück auf die lat. Akkusativform pĭnguem ‘fett’ (vgl. Georges s.v. pinguis ), die sich im Bündnerromanischen, speziell in engadinisch painch 'Butter' erhalten hat (vgl. HWdR, 589, s.v. pieun 'Butter'). Die Bedeutungsspezialisierung von ‘Fett’ zu ‘Butter’ lässt sich onomasiologisch leicht erklären, denn in Gegenden, wo traditionell kein Öl produziert wurde, besser: werden konnte, gilt BUTTER als das FETT schlechthin. Öl war dort in der traditionellen Küche nicht typisch. Die Verwendung von Öl statt Butter dominiert hingegen in der mittel- und unteritalienischen Küche (vgl. Scheuermeier 1943: 28).