Dieser Basistyp führt eindeutig auf das Lateinische zurück;
vgl. Georges s.v. tēla 'Gewebe'. In diesen Bedeutungen existieren im gesamten romanischsprachigen Gebiet Kognaten, so
ron. teară ‘Webkette’,
ita. tela ‘Gewebe’,
pms. teila,
fra. toile,
roh. (engadinisch)
taila,
fur. tele,
spa. tela oder
por. teia. Neben seinen ursprünglichen Bedeutungen hat
tēla noch einige speziellere entwickelt, wie ‘Haut, Hülle’. Die erwähnten metaphorischen Ableitungen 'HAUT AUF DER MILCH, RAHM' sind auf der
Karte von tela schön zu sehen; sie finden sich auch andernorts, wie zum Beispiel altprovenzalisch
teleta ‘PEAU QUI SE FORME SUR LE LAIT CUIT’ oder mazedorumänisch
teară ‘HAUT AUF DER MILCH’ (
vgl. FEW s.v. tēla 13/1: 158-162 und
REW 8620
s.v. tēla). Eine analog motivierte Metapher ist
*nīta.
Georges, Heinrich (1913-1918): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet, Hannover, Hahnsche Buchhandlung
LinkWartburg, Walter (1922-1967): Französisches etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes , Basel, vol. 20, Zbinden
LinkMeyer-Lübke, Wilhelm (1935): Romanisches Etymologisches Wörterbuch, 3., vollst. neubearb. Aufl., Heidelberg, Winter
Linkvergleiche
lat. sub voce (
deu. unter dem Stichwort)
Latein (ISO 639-3)
Substantiv
Deutsch (ISO 639-3)
Rumänisch (ISO 639-3)
Italienisch (ISO 639-3)
Piemontesisch (ISO 639-3)
Französisch (ISO 639-3)
Bündnerromanisch (ISO 639-3)
Friaulisch (ISO 639-3)
Spanisch (ISO 639-3)
Portugiesisch (ISO 639-3)
Romanisches Etymologisches Wörterbuch